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Energieeffizienz in Schulen: Aspekte, Maßnahmen und praktische Regeln

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Die Energieeffizienz von Schulgebäuden stellt eine der dringlichsten und strategischsten Herausforderungen für das öffentliche System und das Immobilienvermögen dar. In Italien wurde ein Großteil der Schulen vor den 1980er Jahren gebaut, in einer Ära ohne strenge Vorschriften zur Wärmedämmung und Anlageneffizienz. Maßnahmen an diesen Strukturen bedeuten nicht nur eine Reduzierung der Treibhausgasemissionen und eine Senkung der Verwaltungskosten für Gemeinden und Provinzen, sondern führen auch zu einer direkten Verbesserung des biologischen, akustischen und visuellen Komforts von Schülern und Lehrkräften, was das Lernen und das tägliche Wohlbefinden optimiert.

Die Schlüsselaspekte der schulischen Energiewende

Die Steigerung der Effizienz einer Schule erfordert einen multidisziplinären Ansatz, der drei grundlegende Makroaspekte berücksichtigt:

  • Der bauliche und architektonische Aspekt: Die meisten Schulen leiden unter hohen Wärmeverlusten aufgrund ungedämmter Gebäudehüllen, Wärmebrücken und veralteter Fenster und Türen, die Zugluft und massive Wärmeverluste im Winter verursachen.
  • Der anlagentechnische und technologische Aspekt: Die Heizungssysteme sind oft zentralisiert, verfügen über keine fortschrittlichen Regelungen für einzelne Zonen oder Klassen und basieren auf traditionellen fossilen Brennstoffen. Auch die künstliche Beleuchtung, die für den Unterricht von grundlegender Bedeutung ist, basiert häufig auf alten Leuchtstofflampen mit hohem Verbrauch.
  • Der pädagogische und verhaltensbezogene Aspekt: Die Schule hat eine intrinsische soziale Funktion. Technologische Maßnahmen verlieren an Wirksamkeit, wenn sie nicht von einer Sensibilisierung der Nutzer (Schüler, Lehrkräfte, Personal) für einen bewussten Umgang mit Ressourcen begleitet werden.

Die prioritären Energiemaßnahmen

Effizienzmaßnahmen unterteilen sich in Maßnahmen an der Gebäudehülle (passiv), Maßnahmen an den Anlagen (aktiv) und die Einführung digitaler Steuerungssysteme.

1. Passive Maßnahmen an der Gebäudehülle

Das Ziel ist es, das Gebäude zu dämmen, um den Wärmebedarf sowohl im Winter als auch im Sommer auf ein Minimum zu reduzieren.

  • Wärmedämmverbundsystem (WDVS): Das Aufbringen von Dämmplatten auf Außen- oder Innenwände eliminiert Wärmebrücken und stabilisiert die Innentemperatur.
  • Austausch von Fenstern und Türen: Der Einbau moderner, thermisch getrennter Rahmen mit Doppel- oder Dreifach-Wärmeschutzverglasung eliminiert Zugluft und verbessert auch den Schallschutz gegenüber Außenstraßen spürbar.
  • Dämmung von Dächern und Abdeckungen: Schuldächer, die oft flach und sehr groß sind, sind Zonen enormer Wärmeverluste. Ihre Dämmung ermöglicht es, die Wärme zu halten und schafft die ideale Basis für die Eigenstromerzeugung.

2. Aktive und technologische Maßnahmen an den Anlagen

Sobald die Wärmeverluste begrenzt sind, ist es notwendig, die Energieerzeugung und -bereitstellung zu modernisieren.

  • Wärmepumpen und Hybridsysteme: Der Austausch alter Gas- oder Ölheizkessel durch hocheffiziente elektrische Wärmepumpen oder KWK-Systeme ermöglicht die Nutzung erneuerbarer Quellen.
  • Systeme der kontrollierten Wohnraumlüftung (KWL): In voll besetzten Klassenzimmern unverzichtbar, um einen kontinuierlichen Luftaustausch zu gewährleisten, ohne mitten im Winter die Fenster weit öffnen zu müssen, wodurch Temperaturschwankungen und Energieverschwendung vermieden werden. Moderne KWL-Systeme integrieren Wärmerückgewinnungsgeräte, die die Außenluft mithilfe der Energie der Abluft vorwärmen.
  • LED-Relamping und Smart Lighting: Der Austausch von Leuchtkörpern durch LED-Technologie reduziert den Stromverbrauch um mehr als 50 %. Die Integration von Präsenz- und Tageslichtsensoren ermöglicht es, das Licht in den Klassenzimmern an das durch die Fenster einfallende Sonnenlicht anzupassen.

3. Eigenproduktion und Energiegemeinschaften

Schulen sind aufgrund ihrer Bauform und ihrer überwiegend tagsüber stattfindenden Nutzung die idealen Kandidaten für die Installation von Photovoltaikanlagen. Die während der Unterrichtsstunden erzeugte Energie wird sofort verbraucht. Darüber hinaus kann die Schule zum Kern einer Erneuerbaren Energiegemeinschaft (EEG) werden, indem sie überschüssige Energie, die in den Sommermonaten (wenn die Schule geschlossen ist) erzeugt wird, mit der Nachbarschaft oder anderen nahe gelegenen öffentlichen Einrichtungen teilt.

Praktische Regeln für ein bewusstes tägliches Management

Neben großen Infrastrukturinvestitionen gibt es praktische Regeln und tägliche Verhaltensweisen zum Nulltarif, die den Verbrauch um bis zu 10-15 % senken können:

  • Heizkörper nicht abdecken: Heizkörper frei von Vorhängen, Möbeln oder Verkleidungen halten, um eine ordnungsgemäße Zirkulation der Warmluft zu ermöglichen.
  • Differenzierte Temperaturregelung: Unterschiedliche Temperaturen je nach Funktion der Räume einstellen (z. B. 20°C in Klassenzimmern, aber 17-18°C in Fluren und Sporthallen, in denen körperliche Aktivität stattfindet).
  • Intelligentes Rollladenmanagement: Den kostenlosen solaren Gewinn nutzen, indem die Rollläden während der winterlichen Tagesstunden geöffnet bleiben und nach Unterrichtsende vollständig geschlossen werden, um nachts eine zusätzliche Dämmschicht zu bilden.

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass die Umwandlung von Schulen in effiziente und nachhaltige Gebäude nicht nur ein wirtschaftlicher Vorteil für die Verwaltungen ist, sondern ein offenes Bildungslabor darstellt, in dem die neuen Generationen die Bedeutung des Umweltschutzes erlernen können, indem sie ihn täglich in ihren eigenen Entwicklungsräumen leben.