
Im Bausektor ist die Digitalisierung zu einem Schlüsselelement geworden, um Effizienz, Qualität und Wettbewerbsfähigkeit zu steigern. Zwei zentrale Werkzeuge in diesem Prozess sind BIM (Building Information Modeling) und das CDE (Common Data Environment). Zu verstehen, was sie sind und wie sie zusammenwirken, ermöglicht es, die Vorteile der digitalen Verwaltung von Projekten und Immobilienvermögen voll auszuschöpfen.
BIM ist eine digitale Methodik, die die Erstellung, Verwaltung und den Austausch von Informationsmodellen für Gebäude und Infrastrukturen über ihren gesamten Lebenszyklus hinweg ermöglicht. Mit BIM werden alle Informationen – geometrische, technische, wirtschaftliche und operative – in einem einzigen digitalen Modell integriert. Dieser Ansatz verbessert die Zusammenarbeit zwischen den Projektbeteiligten, reduziert Fehler und Inkonsistenzen und ermöglicht schnellere, fundiertere Entscheidungen. BIM ist heute ein international anerkannter Standard und wird zunehmend durch italienische Vorschriften gefordert.
Das CDE ist eine zentralisierte digitale Umgebung zur Sammlung, Verwaltung und gemeinsamen Nutzung aller Projektinformationen und -dokumente. Es fungiert als „Single Source of Truth“ und stellt sicher, dass alle Beteiligten stets mit der aktuellsten Version der Informationen arbeiten. Das CDE ist entscheidend für effektive Zusammenarbeit und die Nachverfolgbarkeit von Änderungen. In Italien ist seine Nutzung durch UNI 11337 und den Kodex für öffentliche Aufträge geregelt, die seine Einführung bei öffentlichen Bauvorhaben vorschreiben.
Das CDE stellt die ermöglichende Plattform für Zusammenarbeit in BIM-Prozessen dar. Alle Modelle, Dokumente und Revisionen, die während der Planungs-, Bau- und Betriebsphasen entstehen, werden im CDE hochgeladen und geteilt. Diese Umgebung ermöglicht es:
Durch das CDE wird BIM wirklich operativ: Jeder Fachbeteiligte greift auf aktuelle Daten zu, nimmt an Prüfprozessen teil und trägt zur Gesamtqualität des Projekts bei.
Die kombinierte Einführung von BIM und CDE bietet zahlreiche konkrete Vorteile für alle Akteure in Bauprojekten. Zu den wichtigsten Vorteilen zählen:
Diese Vorteile führen zu sichereren, nachhaltigeren und wirtschaftlicheren Projekten, sowohl während der Bauphase als auch über die gesamte Nutzungs- und Instandhaltungsphase von Immobilien.
Die Weiterentwicklung des CDE geht in Richtung des Konzepts openCDE, das Interoperabilität zwischen verschiedenen Plattformen und Softwarelösungen sicherstellen soll. Durch den Einsatz von APIs und offenen Standards kann der Datenaustausch zwischen BIM- und CDE-Systemen automatisiert werden, wodurch manuelle Fehler reduziert und Prozesse flüssiger gestaltet werden. openCDE stellt die Zukunft der digitalen Zusammenarbeit im Bausektor dar.
UTwin integriert BIM-, CDE- und CMMS-Funktionen in einer einzigen digitalen Lösung und bietet eine Plattform, die einfach zu bedienen und schnell implementierbar ist. Mit UTwin werden alle Daten und Dokumente zentralisiert, in Echtzeit zugänglich und teilbar, was die Zusammenarbeit im Team und ein effizientes Gebäudemanagement fördert. Die Plattform unterstützt die Prozessdigitalisierung, verkürzt die Einarbeitungszeit und lässt sich leicht in bestehende Systeme integrieren.
Die Integration von BIM und CDE stellt einen Wendepunkt für den Bausektor dar und bringt Effizienz, Transparenz und Nachhaltigkeit. Diese Technologien zu nutzen bedeutet, sich auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten und jede Phase des Gebäudelebenszyklus aufzuwerten. Die Auseinandersetzung mit diesen Werkzeugen ist der erste Schritt zu einem intelligenteren, digitaleren Asset-Management.