
Die Gebäudedatenmodellierung (Building Information Modeling, BIM) stellt eine digitale Revolution im öffentlichen Bausektor dar, die die Planung, Verwaltung und Instandhaltung von Gebäuden und Infrastrukturen optimieren kann, indem sie die Erstellung detaillierter 3D-Modelle ermöglicht, die alle projektbezogenen Informationen integrieren, die Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Fachleuten verbessern und das Risiko von Fehlern und unvorhergesehenen Ereignissen verringern.
In Italien wurde BIM mit dem Ministerialerlass 560/2017 für alle neuen öffentlichen Bauvorhaben über 100 Mio. EUR verbindlich vorgeschrieben, mit einer schrittweisen Ausweitung auf Projekte von geringerem Wert. Im Jahr 2023 stellte das Baratono-Dekret einen weiteren Schritt nach vorn für öffentliche Verwaltungen dar, mit der Einführung von Maßnahmen, die Anreize für die Einführung von BIM auch in der Betriebs- und Wartungsphase bestehender öffentlicher Gebäude schaffen.
Ab dem 1. Januar 2025 wird BIM für öffentliche Arbeiten über 2 Millionen Euro verpflichtend, die die Planung und den Bau neuer Gebäude oder Eingriffe in bestehende Gebäude betreffen. Es wird nicht für Projekte unter 2 Millionen Euro erforderlich sein, für normale oder außerordentliche Instandhaltung, es sei denn, sie betreffen Arbeiten, die zuvor mit digitalen Methoden durchgeführt wurden. In jedem Fall muss die Kontinuität der Nutzung von BIM und die Aktualisierung der Informationsmodelle in bereits mit dieser Methodik begonnenen Projekten gewährleistet werden.
Hier sind die wichtigsten Aspekte des Baratono-Dekrets:
Obligatorische Verwendung von BIM für Entwurf und Verwaltung: Das Dekret bezieht sich nicht nur auf die Planung, sondern auch auf die Verwaltung und Instandhaltung von öffentlichen Bauwerken. So muss BIM in allen Phasen des Lebenszyklus eines Gebäudes eingesetzt werden, von der ersten Planung bis zum Management nach dem Bau und dem Lebenszyklus des Bauwerks..:
Informationsmanagement-Plan: Das Dekret sieht die Verpflichtung vor, einen Informationsmanagementplan (IMP) zu erstellen, in dem die Methoden und die Art und Weise der Nutzung und Verwaltung von BIM während des Lebenszyklus der Arbeiten festgelegt werden. Im IMP muss auch festgelegt werden, wie die Daten zwischen den verschiedenen am Projekt beteiligten Akteuren (Architekten, Ingenieure, Bauunternehmer usw.) ausgetauscht werden sollen. Es ist wichtig, dass der Plan die Struktur der Informationen beschreibt und wie die Konsistenz und Zugänglichkeit der Daten gewährleistet werden soll.
Standardisierung der Prozesse: Das Dekret sieht die Definition von Normen für die Einführung von BIM vor. Insbesondere wird auf internationale Normen (ISO 19650) für das Informationsmanagement während des Lebenszyklus von Gebäuden verwiesen, um Einheitlichkeit und Interoperabilität zwischen verschiedenen Systemen und Software zu gewährleisten. Die Verwendung offener Formate wird ebenfalls gefördert, damit Daten leicht ausgetauscht und zwischen den verschiedenen Softwareprogrammen und Plattformen, die in den verschiedenen Phasen des Projekts verwendet werden, gemeinsam genutzt werden können
Kapazität der Vergabestellen: Das Baratono-Dekret sieht die Schulung und Umschulung der Vergabestellen (öffentliche Einrichtungen) für die ordnungsgemäße Verwaltung von Verträgen mit BIM vor. Die Vergabestellen müssen in der Lage sein, die Verwendung von BIM in Projekten zu verlangen und zu überprüfen, um sicherzustellen, dass die Informationen effektiv verwaltet werden; daher wurde ein Auffrischungskurs für die Mitarbeiter der Vergabestellen angeboten, damit sie in der Lage sind, die Qualität der Arbeit zu bewerten und sicherzustellen, dass der BIM-Prozess richtig umgesetzt wird.
Nachhaltigkeit und Kostensenkungsziele: BIM ermöglicht die Optimierung von Planung und Management, wodurch die Projektdauer und die Fehlerquote reduziert werden. Darüber hinaus trägt die Verwendung von UTwin-Plattformen zu einer größeren Nachhaltigkeit von Gebäuden bei, da sie in der Lage sind, Energieszenarien zu simulieren, den Verbrauch zu optimieren und das Gebäudemanagement während des gesamten Lebenszyklus zu überwachen.
Obligatorische Anwendung der BIM-Methodik in der Instandhaltungs- und Verwaltungsphase nach dem Bau: Neben der Planungs- und Bauphase sieht das Baratono-Dekret vor, dass BIM auch in der Verwaltungs- und Instandhaltungsphase des Gebäudes eingesetzt werden muss. Dadurch wird sichergestellt, dass alle Gebäudeinformationen während des Managements nach der Bauphase leicht zugänglich sind, was eine vorausschauende Wartung erleichtert und die langfristigen Kosten senkt.
Überprüfung und Kontrolle: Es gibt ein System zur Überprüfung und Kontrolle der Umsetzung von BIM, einschließlich der Möglichkeit von Audits und der Überprüfung der Qualität von Daten und Prozessen. Dadurch wird sichergestellt, dass die Informationen korrekt, vollständig und konsistent sind, um Probleme während der Bau- und Verwaltungsphase zu vermeiden.
Die Einführung von BIM ist ein wichtiger Schritt für die öffentliche Verwaltung in Italien, der die Verwaltung öffentlicher Bauvorhaben transparenter und digitaler macht. Kontaktieren Sie uns, um eine Demo von UTwin anzufordern und um zu sehen, warum wir Ihr idealer Partner auf dieser Digitalisierungsreise sein könnten.